Was bekommen Sie dieses Jahr für das Geld, wenn Sie im Handel einkaufen? Die Inflation steigt und zunehmend sind sich dessen auch mehr und mehr KäuferInnen bewusst. Es herrscht eine Inflationssteigerung durch Konflikte der USA mit China und der EU. Das führte unter anderem dazu, dass im Oktober 2018 im Vergleich zum Jahr davor Preise im Durchschnitt um bis zu 2,5 Prozent gestiegen sind. Das sind vergleichbare Prozentsätze mit jenen aus dem Jahr 2008, in der Zeit der weltweiten Wirtschaftskrise. Denn eines ist klar, wenn gewisse Produkte teurer werden, bleibt den KonsumentInnen weniger an Geld für andere Ankäufe übrig.

In Österreich liegt diese Inflationsrate bei 2,0 Prozent in Österreich, doch die Prognose für 2019 sieht eine Steigerung auf 2,2 Prozent vor.

Warum ist die Inflationsrate so hoch?

Dieses Jahr stellt also ein Rekordjahr da. Besonders im Sektor der Sprit- und Heizölpreise (Spritpreise verteuerten sich um mehr als 15%) kam es zu überdurchschnittlichen Teuerungen. Doch wer leidet besonders unter diesen Teuerungen? Die Wirtschaft per se leidet weniger, denn wenn die Preise kaum steigen oder sogar sinken würden, kann das der Wirtschaft schaden, da keine Investitionen mehr getätigt werden. Im schlimmsten Fall müssen Mitarbeiter entlassen werden. In Europa gelten besonders die Gefahren des Brexits, die Schwierigkeiten der internationalen Handelsbeziehungen sowie die schwierige Lage der italienischen Regierung als Verursacher des Schrumpfens der Wirtschaft. ExpertInnen sind der Meinung, dass große Schwankungen bzw. große Anstiege nicht zu erwarten sind. Und im Euro-Raum-Durchschnitt liegt die Inflationsrate auch bei 1,7 Prozent, was immerhin die Hälfte der Rate aus den Neunzigerjahren ausmacht.

Niedrigste Inflationsraten der EU

Wenn gewisse Fixkosten einer festgelegten Produktauswahl betrachtet werden, liegen Länder wie Estland, Rumänien, Ungarn am höchsten auf der Liste mit jeweil 4,5 Prozent, 4,2 Prozent und 3,9 Prozent. Das Schlusslicht, und damit die günstigste Inflationsrate bildet Dänemark, Portugal und Irland mit 0,7 Prozent, 0,8 Prozent und 1,1 Prozent. Doch auch in Dänemark ist die Inflation kürzlich gestiegen, vor allem im Bereich Wohnen, Transport und Lebensmittel sind Teuerungen vermerkt worden. Dänische BürgerInnen haben aber auch mehr Geld in der Brieftasche, so steigen Löhne um 2,3 Prozent, während die Inflationsrate bei rund 1 Prozent schwankt in den letzten Jahren. Das Jahr 2019 wird also spannend werden.